Dean Grey

Was dem verkaterten Schädel die Konter-Hoibe ist, möchte die Musik von Dean Grey dem zivilisationskranken, verbitterten Gemüt sein: Nicht hilfreich, aber – zumindest subjektiv – auf jeden Fall besser, als das ganze verantwortungsbewusste Erwachsenen-Getue. Mögen auch böse Zungen den Stil des genialen Lyrikers und virtuosen Gitarristen als „Deutsche[n] Flegelpop“ oder „Schimpfkanonad[e]“ bezeichnen, das Ausnahmetalent aus Berg am Laim ist mit einer schier unerschöpflichen textlichen wie musikalischen Bandbreite stets zur Beweisführung gerüstet, dass sich dieser Effekt mit anderen Mitteln jederzeit genauso gut erzielen lässt.

Herr Dennehy

Herr Dennehy ist ein Singer-Songwriter aus München mit Wurzeln in Franken, England und Irland und sogar angeheirateten aus Sizilien (also obacht, IRA und Mafia, explosive Mischung!).

Auch seine musikalischen Einflüsse sind irgendwie durcheinander, from all over the place sozusagen: Geboren in den Siebziger, sozialisiert in den Achtzigern und Neunzigern, war es dann aber doch der Folk- und Folkrock der Sechziger, die sein Musikschaffen maßgeblich beeinflusst hat. Ikonen wie Dylan, Cohen und Simon verstehen sich da quasi von selbst, begleitet von  texanischen Barden wie Guy Clark oder John Gorka, aber auch zeitgenössischen Inselbewohnern wie David Gray, Damien Rice oder Frank Turner.

Herr Dennehy hat – nach eher ungeschliffeneren Demos oder Wohnzimmeraufnahmen vergangener Jahre – im Juli 2022 seine erste EP mit drei Originals und korrespondierenden Alternativversionen veröffentlicht, hörbar auf herrdennehy.com sowie auf allen wichtigen Streamingplattformen diesseits der Milchstraße.